Organisation

Evangelische Altenpflege in Bergisch Gladbach

0 22 02 / 122 - 48 90
Demenz

Wenn das Gedächtnis streikt

Demenz ist der Überbegriff für eine Vielzahl an Erkrankungen, die zum Verlust der geistigen Fähigkeiten und zu veränderten Verhaltensweisen führen.

Mit Demenz glücklich sein
Mit Demenz glücklich sein

Typisch Demenz

Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Demenz. Demenzen können aber auch durch Erkrankungen am Herz-Kreislauf-System, durch Tumorerkrankungen, Verletzungen des Gehirns oder bei einer Parkinson-Erkrankungen entstehen. Selbst die Einnahme bestimmter Medikamente oder eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr können sich auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns auswirken. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, die mit einer Demenz einhergehen können.

Jedoch haben alle Demenzformen typische Erkennungsmerkmale:
So treten bei allen Erkrankten Gedächtnisstörungen auf. Die Erinnerung an kürzer zurückliegende Ereignisse fällt schwerer, oder das Denken in Zusammenhängen gelingt nicht mehr. Die Geschädigten können weniger gut rechnen oder sind in ihrer Wahrnehmung verändert. Es kommt zu häufigeren Missverständnissen in der Unterhaltung, Gesten werden verkehrt interpretiert. Im weitern Verlauf nimmt die Lernfähigkeit deutlich ab, die Orientierung fehlt zunehmend, es kommt zu einem langsamen Sprachverlust. Zu guter Letzt zeigen sich zunehmende Persönlichkeitsveränderungen. Ursächliche oder auch bisher kontinuierlich unterdrückte Verhaltensweisen treten verstärkt zum Vorschein. Auch depressive Verstimmungen und Ängste können sich zeigen, die zu entsprechend verändertem Verhalten wie Antriebslosigkeit oder Unruhe führen.

Bin ich noch "normal"?

Sicherlich hat jeder schon mal etwas vergessen, Dinge verlegt, den Faden im Gespräch verloren, sich mit dem Auto verfahren oder konnte sich etwas Bestimmtes einfach nicht merken. Alles ganz "normal"!

Aber wie häufig passiert das denn jetzt schon? Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie oder ihr Partner bzw. ein Familienmitglied eine beginnende Demenz hat, dann fragen Sie Ihren Arzt und lassen sich möglichst frühzeitig untersuchen. Je frühzeitiger eine Demenz erkannt wird, umso besser sind die Behandlungschancen.

Der Demenz vorbeugen

Einer genetischen Veranlagung zur Demenz kann nicht vorgebeugt werden. Jedoch lassen sich Verläufe durch körperliche und geistige Aktivität verzögern. Das Sprichwort "Wer rastet, der rostet." lässt sich auch auf die Demenz übertragen. Wenn Sie gerne lesen, sollten Sie es tun und mit anderen über die Inhalte des Gelesenen diskutieren. Sprechen Sie fremde Sprachen und fordern Sie Ihr Gehirn im Lernen. Körperliche Aktivität im Freien regt nicht nur den Kreislauf, sondern auch die Sinne an. Nehmen Sie Ihre Umwelt wahr. Ernähren Sie sich gesund. Das beugt Herz-Kreislauf-Erkranungen vor und versorgt das Gehirn mit der richtigen Energie. Pflegen Sie Rituale, an die Sie sich gerne erinnern.

All diese Dinge und viele mehr können Sie tun, um sich geistig und körperlich fit zu halten, jedoch gilt auch hier ein Sprichwort, denn "In der Ruhe liegt die Kraft!". Zu viele Dinge auf einmal anzupacken, verursacht Stress und Stress überfordert wiederum das Gehirn und nimmt Einfluss auf die Geistesleistung.

zur Startseite Seitenanfang Drucken
Unsere Werte Waldemar Janneck / Pflegedienstleitung